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Taurin - die Bullentherapie

Sie wurde von Tiedemann und Gmelin bereits im Jahr 1827 in der Kalbsgalle entdeckt, und von dem lateinischen Wort "taurus" - Stier, Taurin genannt.

Es handelt sich um eine nicht-proteinogene Aminosäure - sie bildet keinen Proteinbestandteil, höchstens einen Teil einfacher Peptide. Die nicht-proteinogene Aminosäuren sind jedoch nicht weniger wichtig als die Proteine aufbauenden - proteinogene Aminosäuren, was zum Beispiel das Kreatin und Carnitin zeigen.
Die moderne Medizin wendet das Taurin mit großem Erfolg in der Kardiologie, Onkologie, Hepatologie, Augenheilkunde und Neurologie an. Ich werde jedoch die medizinischen Aspekte überspringen und konzentriere mich stattdessen auf die Supplementierung der Belastungsfähigkeit.

ANTIKATABOLIKEN

Der Katabolismus (Zersetzung von Proteinen) findet am intensivsten während der Arbeit (Anstrengungskatabolismus) und im Schlaf (postabsorptiv) statt. Wenn nach einer Mahlzeit der Spiegel freier Aminosäuren im Blut steigt, dringen diese intensiv in die Muskeln ein und stellen Proteine her, denn sie werden in den Muskelproteinen gespeichert. Während einer Anstrengung (Training) oder einer langen Pause zwischen den Mahlzeiten (Schlaf) werden die Proteine von katabolen Enzymen zersetzt, um die gespeicherten Aminosäuren freizusetzen, denn diese werden jetzt auch von anderem Gewebe benötigt. Zwar können freie Aminosäuren über lange Entfernungen transportiert werden, aber der Organismus bedient sich dabei jedoch oft eines bestimmten Tricks. Er transportiert nicht die ganzen Aminosäuren, sondern nur den Stickstoff, woraus das den Bedarf signalisierende Gewebe selbständig für sich die Aminosäuren produzieren kann. Der Stickstoff wird von den Aminosäuren abgekoppelt und an das Glutamin - das Depot und Transportmittel für den Stickstoff, angedockt. Bei dem Empfänger-Gewebe verläuft eine umgekehrte Reaktion. Der ganze Prozess wird Transaminierung genannt. Der Organismus zerstört die Proteine und Aminosäuren solange, bis der zur Versorgung der Gewebe mit dem Stickstoff notwendiger Glutaminspiegel unentbehrlich ist, erreicht wurde. Bei einem hohen Glutaminspiegel hört der Katabolismus auf. Aufgrund der außergewöhnlich antikatabolen Glutaminaktivität, wird es gerne von allen Sportlern - insbesondere von den Kraftsportlern - angewandt.
Die Depot- und Transportfunktion wird auch von dem erfüllt. Ungefähr 50 % des proteinfreien Stickstoffs sind eben im Taurin gespeichert. Je mehr Taurin verabreicht wird, desto weniger Glutamin produziert der Organismus, was nahelegt, dass Taurin bis zu einem gewissen Grad das Glutamin ersetzen kann.

Das verbrauchte Taurin wird von uns aus Cystein und Methionin, der Aminosäuren, die hauptsächlich aus dem Katabolismus von Muskelproteinen gewonnen wurden, wiederhergestellt Da die Muskelproteine nicht viel Cystein und Methionin speichern, wird viel davon von dem Organismus zerstört, um den Wiederaufbau des Taurins sicherzustellen. Die Herstellung von 1 g Taurin kostet einen Verlust von ca. 120 g Protein. Eiweiß. Umgekehrt - der Verzehr von 1 g Taurin spart 120 g Proteinmasse.
Es wurde noch ein Mechanismus der antikatabolen Aktivität des Taurins beschrieben – die Stabilisierung der Lysosome. Für den Katabolismus sind katabolische Enzyme - lysosomale - verantwortlich. Sie heißen so, weil sie in Zellorganellen - den Lysosomen -gespeichert werden.
Eine körperliche Anstrengung (Training) und Nahrungsentzug (Schlaf) verändern den Zustand des Zellenmilieus, was zu einer Destabilisierung der Lysosom-Membranen und zur Freisetzung kataboler Enzyme führt.

Die nicht-proteinogene Aminosäuren werden zwar durch den genetischen Apparat nicht in die Proteine eingebaut, aber sie können bereits nach deren Synthese durch die Gene, die Proteinmoleküle binden und stabilisieren. Zu einer solchen Verbindung kommt es auch in den Lysosom-Membranen, wodurch diese stabilisiert, die Freisetzung der Enzyme eingeschränkt und der Katabolismus gehemmt werden. Auf diese Weise wirken auch: das Kreatinphosphat, Acetylcarnitin und Taurin. Das Taurin ist am wichtigsten - es ist zu 80 % für diesen Effekt verantwortlich.
Es gibt noch einen Mechanismus, der erwähnenswert ist - die Hemmung der Aktivität kataboler Hormone. Katabole Hormone hemmen einerseits die Aktivität anaboler Enzyme, andererseits stimulieren sie die katabolen Enzyme. Durch seine Auswirkung auf das Gehirn, hemmt das Taurin die Freisetzung des Hirnanhangdrüsehormons, ACTH, das die Bildung der Katabolika - Cortisol und Serotonin - steuert.
ANABOLIKEN

Bei dem Insulin handelt es sich um ein sehr starkes anaboles Hormon. Bei einer glucosereichen Nahrung, wird viel davon von der Bauchspeicheldrüse produziert und freigesetzt.
Das Taurin stimuliert die Bauchspeicheldrüse zur Produktion und Freisetzung des Insulins. Hier wirkt es durch einen Mechanismus, der sich jedoch von dem der Glucose unterscheidet. Die Glucose dringt in die Bauchspeicheldrüsenzellen ein und stimuliert das Insulin durch die eigenen Zerfallprodukte. Das Taurin dagegen wirkt wahrscheinlich auf die sich in der Membran der Bauchspeicheldrüsenzellen befindenden Rezeptoren, Haltepunkte. So wie der Glucoseüberfluss die Bauspeicheldrüsenzellen zerstört und mit der Zeit zu deren Insuffizienz (Diabetes) führt, so werden die Bauchspeicheldrüsenzellen durch die Taurinzufuhr geschützt, regeneriert und verbessert.
Das Taurin beeinflusst auch ein bestimmtes Insulingewebe. Hier, im Gegensatz zu Glucose, regeneriert es die Insulinrezeptoren und hebt die Insulinresistenz auf - erhöht die Empfindlichkeit des Muskelgewebes und senkt die Empfindlichkeit des Fettgewebes auf die anabole Insulinaktivität.
Die Wirkung auf die Bauchspeicheldrüse, Insulin und das Gewebe ist keine alleinige Eigenschaft des Taurins, sondern kommt auch bei vielen anderen organischen Schwefelverbindungen vor.

Da Insulin ein Hormon ist, das für den Organismus wertvolle Bestandteile speichert und der Schwefel - neben den Zuckern, Fetten und Aminosäuren - zu den wertvollsten dieser Bestandteile gehört, hat die Natur für ihn ein besonderes Transportsystem ersonnen. Die Bauchspeicheldrüse, die im Prinzip nur bei Vorhandensein von Glukose arbeitet und bei Vorhandensein von Fetten und Aminosäuren schwach arbeitet, reagiert stark auch auf organische Schwefelverbindungen, unabhängig und ohne deren Teilnahme.

Die organischen Schwefelverbindungen weisen eine direkte anabole Wirkung aus. Darauf weist schon die Tatsache hin, dass sie die Bauchspeicheldrüsenzellen und spezielles Gewebe regenerieren und wiederaufbauen. Darüber hinaus hat man bei einigen Studien anabole Effekte beobachtet, die durch organischen Schwefel ohne Insulinbeteiligung verursacht wurden.
Die zentrale (Gehirn-) Aktivität des Taurins konzentriert sich auf dem Neurotransmitter - dem Gamma-Aminobutyrat, das für die Produktion und Freisetzung eines anderen sehr wichtigen anabolen Hormons - des Somatotropins -  verantwortlich ist. Hier erscheint das Taurin als ein besonderes Anabolikum, das gleichzeitig das Insulin und Somatotropin stimuliert. Besonders, weil Insulin und Somatotropin ihre anabole Aktivität im Bezug auf das Muskelgewebe steigern im Bezug auf das Fettgewebe, zurückfahren.

PSYCHOSTIMULANS

Taurin, in einer Kombination mit dem Koffein, wird als Psychostimulans in Aktivdrinks - Energizer - eingesetzt.
Im Gehirn wirkt Taurin auf das serotoninerge, von Serotonin abhängige und auf das gabaerge vom Gamma-Aminobutyrat, GABA, abhängige System.
Der hemmende Einfluss des Taurins auf das Serotonin kann die Aktivität verlängern, denn das Serotonin ist für die Relaxation zuständig. Die Stimulation des gabaergen Systems durch das Taurin erinnert stark an die Wirkung der Einnahme kleiner Mengen von Psychopharmaka oder Äthanol. Es kommt hier zu einer Verlängerung des Wachzustandes und gleichzeitigem Rückgang des Angstgefühls. Das Taurin hat jedoch gegenüber den Medikamenten und dem Alkohol einen enormen Vorteil. In größeren Mengen eingenommene Psychopharmaka oder Alkohol, euphorisieren, berauschen und betäuben. Das Taurin dagegen, sogar in einer monströsen Überdosis, bleibt lediglich bei der Aufhebung des Angstzustandes und der Verlängerung des Wachzustandes stehen.
Die Energizer sind besonders bei den Sportlern der Motor- und Extremsportarten sehr beliebt.
Bei anderen Sportarten, erhöht eine - zwei Flaschen vor dem Training, deutlich die Belastungsfähigkeit, denn sie regen uns psychomotorisch an und wecken in uns das Vertrauen in die eigenen Kräfte.

 


Mag. Pharm. Sławomir Ambroziak
(Bodybuilding und Fitness Sport für Alle 11.2003)

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